Tuesday, 5. may 2009 2 05 /05 /Mai /2009 12:00
...habe ich einige Zwischenstopps eingelegt. Zuerst hatte ich auf dem Weg von Cusco nach "Nazca" wieder mal einen "Vollgas-Busfahrer" der die kurvige Strecke so gefahren ist, dass man sicher kein Auge zubekommt.

In Nazca gibt es eigentlich nichts weltbewegendes zu sehen, wenn da nicht die berühmten Linien in der Wüste wären, die immerhin seit 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.
Die ersten Linien entstanden einige Jahrhunderte vor Christi Geburt. In den folgenden Jahrhunderten entstanden weitere Formen und sogar komplexe Figuren. Die Wissenschaftler sind sich aber bis heute nicht einig zu welchem Zweck all diese Linien in den Wüstenboden gescharrt wurden. Einige behaupten, dass die Linien als Wege zu Wasservorkommen in den Bergen benutzt wurden. Andere wiederum sehen darin Sternenbilder oder Zeichen für die Sonnenwenden.

Die ganzen Figuren und Formen kann man allerdings nur aus der Luft erkennen. Damit wären wir auch schon beim springenden Punkt. Ich musste nämlich in ein kleines, einmotoriges Flugzeug steigen. Wenn ich da an meinen Firmausflug zurückdenke, wird mir immer noch ganz unwohl in der Magengegend.



Aber es hilft ja nix. Also bin ich für gut eine halbe Stunde in dieser "Höllenmaschine" gesessen und hab mir jede Menge dieser Linien angesehen. Anfangs konnte ich das Ganze ja noch genießen, aber die letzten zehn Minuten waren dann nicht mehr so lustig. Zum Glück hatte ich vorher nichts gegessen...



Die Landschaft ist ziemlich ausgetrocknet - ganz im Gegensatz zu den grünen Berghängen rund um Cusco. Die Gegend gehört zu den trockensten Regionen der Erde, weshalb auch die Linien so lange unversehrt blieben. Es gab einfach zu wenig Regen, der das Ganze wegschwemmen hätte können.
Auf dem ersten Foto ist eine Figur zu erkennen, die allerdings nur neun Finger hat. Auf dem zweiten Foto - etwas nach links oben verrutscht - sieht man eine Spinne. Diese Figur soll angeblich das Sternbild Orion darstellen.

  


Als nächste Station hab ich mir "Huacachina" ausgesucht. Irgendwie kam ich mir auf der Fahrt dorthin vor, wie bei "Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel". Zuerst war die Landschaft total trocken, staubig, öde und von zackigen Hügeln umgeben. In "Huacachina" angekommen gab es da eine Lagune, umgeben mit jeder Menge Sanddünen. Man fühlte sich fast in die Wüste versetzt.

  
 
Was kann man da schon machen? Naja man kann es entweder als "Sandboarden" bezeichen oder als "Schoitoferutschen". Das hatte schon einen gewissen Spassfaktor...



...aber die Rumkurverei mit den Strandbuggys war um einiges interessanter. Vor allem bei den Fahrern! Jetzt weiß ich auch wo die Busfahrer ihren "Kamikaze-Stil" gelernt haben.




Als letzte Station vor Lima hab ich einen Abstecher nach "Paracas" gemacht. Dort gibt es die "Islas Ballestas" - das sind sozusagen die "Galapagos-Inseln des kleinen Mannes". Alles mögliche, angefangen von Seelöwen, Kormoranen bis hin zu Pinguinen konnte man da bewundern.

  


...und jetzt schau ich mir die Champions-League an...

von Pritzl - veröffentlicht in: Peru - Community: Reisen – rund um die Welt
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